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On the Road

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen kann es vorkommen, dass Lebensmittel Fremdkörper enthalten. Um die richtige Methode zu finden, bietet eine Roadshow die optimale Gelegenheit zum Testen der Geräte.


                                                           
 

Die Sicherheit von Lebensmitteln ist für Produzenten keine Frage der Ehre, sondern eine zwingende Notwendigkeit. Um sicher zu sein, dass Fremdkörper wie Metall, Glas, Steine, Kunststoffteile und ähnliches ein Produkt nicht verunreinigen, gibt es verschiedene Detektionssysteme wie Metalldetektoren und Röntgeninspektionssysteme.

Doch nicht jedes Gerät ist für alles geeignet. Welche Detektionsmethode die richtige ist, hängt von der Anwendung und dem Produkt ab. Wer bei der Wahl der optimalen Methode und des passenden Geräts sicher gehen will, ist gut beraten, sich an Experten zu wenden. Diese können dann anhand der Produktpalette entsprechende Vorschläge ausarbeiten. Eine andere Methode, Detektorsysteme kennenzulernen, und am besten mit eigenen Produkten auch gleich mal auszuprobieren, ist der Besuch einer Road-show, wie sie vor Kurzem die Experten von Kundert Ingenieure durchgeführt haben.

Technik zum Anfassen.

Für die Demonstrationen haben die Fachleute drei Geräte für Metalldetektion und ein Röntgengerät in einem Lastwagen aufgestellt und sind damit zwei Wochen durch die Lande gefahren. Vorher vereinbarte Termine haben dabei für eine effiziente und organisierte Tour gesorgt. «Die Reise-routen haben wir nach unseren Kunden ausgerichtet und darauf geachtet, dass zu einem Truckstopp gleichzeitig mehrere Unternehmen ihre Mitarbeiter schicken konnten. Die Firmen hatten die Gelegenheit, sich mit den Geräten zu befassen und auch mit ihren eigenen Produkten und den potenziellen Fremdkörpern vor Ort auszuprobieren. Das hat für einige ‹Aha-Erlebnisse› gesorgt», so Werner Thomann, Verkaufsingenieur bei Kundert.

Technik und ihre Grenzen.

Ein Gerät, das in der Lage ist jegliche Art und Grösse von Fremdkörpern in jedem Produkt zu erkennen, ist trotz des hohen Stands der Technik immer noch ein Traum und wird auch ein Traum bleiben. Denn auch der Technik sind Grenzen gesetzt. «Bei der Fähigkeitsbeurteilung der Geräte müssen wir die technischen Eigenschaften der jeweiligen Methode berücksichtigen. Metalldetektoren arbeiten über ein elektromagnetisches Feld. Passiert ein Metallstück dieses Feld analysiert die Streuelektronik eine Störung, die dann den Ausscheideprozess initiiert. Doch die Fähigkeit der Detektion ist abhängig von der Grösse des Metallstücks und der Zusammensetzung des Lebensmittels, in dem dieser Fremdkörper liegen könnte. Denn ein elektromagnetisches Feld lässt sich nicht unendlich aufbauen und kann auch nicht jede Materialdichte durchdringen», erklärt der Ingenieur.

Bei Röntgeninspektionssystemen spielt der Dichteunterschied zwischen Produkt und Fremdkörper eine grosse Rolle. Die Geräte erkennen Fremdkörper mit einer hohen Dichte wie Metalle, Glasstücke, Steine, Kunststoffteile, Knochenfragmente und ähnliches. Das erzeugte Röntgenbild deckt Absorptionsunterschiede auf und macht Dichte- unterschiede sichtbar. Dank der Messung der Dichte, kann so ein System auch fehlende Produkte erkennen und lässt sich damit zur Vollständigkeitsprüfung nutzen. Auch die Gewichtskontrolle des Gesamtprodukts oder einzelner Produktkomponenten ist kein Problem. Doch hier gibt es ebenso physikalische Gegebenheiten, die dafür sorgen, dass nicht alles zu erkennen ist. Beispielsweise, wenn der Fremdkörper so klein ist, dass ein Dichteunterschied nicht zu erkennen ist, oder die Dichte von Fremdkörper und Produkte nahezu gleich sind. «Auf solche Tatsachen machen wir unsere Kunden aufmerksam. Doch es ist immer besser, sich persönlich davon zu überzeugen. Mit unserem Lastwagen, hatten Interessierte die Chance, selbst auszuprobieren, was machbar ist und was nicht», sagt der Spezialist.

Technik auf vier Rädern.

Obwohl die Roadshow für dieses Jahr gelaufen ist, schliesst Daniel Stehli, Geschäftsführer Verkauf und Projektierung, eine neue Veranstaltung nicht aus: «Doch fürs erste arbeiten wir die aktuellen Anfragen ab, die sich aus der Roadshow ergeben haben. Rückblickend sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es ist immer gut, auch mal mehr Mitarbeiter eines Unternehmens gleichzeitig zu treffen und Technik zum Anfassen zu zeigen», so der Fachmann.

Weitere Informationen: Kundert Ingenieure AG www.kundert-ing.ch